X-Tension Weltraum Simulation

Nachdem der Pilot des experimentellen Shuttles in "X-Beyond the Frontier" die Bedrohung des X-Universums durch die bösartigen Xenons auszuschalten mithalf, will er vorallem eins - nach Hause. Forscher aller Rassen bemühen sich darum, den Sprungantrieb zu reparieren, der die Heimreise ermöglichen würde. Während er also noch unfreiwillig im X-Universum festsitzt, versucht er sich wieder als Händler. Egosoft hat die eigentliche Handlung also bereits mit der beeindruckenden Introsequenz gewissermaßen eingefroren (was einen echten zweiten Teil des Spiels als geplant vermuten lässt). X-Tension soll im wahrsten Sinne des Wortes eine Erweiterung des bestehenden Spieles sein, also vor allem schöner, größer, variabler.
Für X-Tension hat Egosoft seine Grafikengine weiter aufgebohrt. So gibt es jetzt farbige Lichteffekte, schönere Texturen, mehr Reklameeffekte an den Stationen, sowie bessere Hintergrundverläufe (keine auffälligen Nahtstellen mehr) und mehr 3D-Objekte wie Planeten. Die Musik ist immer noch wunderbar sphärisch und unterstützt die All-Atmosphäre wie bereits in X-BTF. In X-Tension hat man jetzt die Wahl zwischen verschiedenen Schiffen (es sind insgesamt 35 Schiffe) der unterschiedlichen Rassen. Diese lassen sich aber hauptsächlich in schwere und leichte Transporter, sowie 5 Kampfschiffklassen unterteilen. Diese Klassen unterscheiden sich u.a. in Wendigkeit, Geschwindigkeit, Transportkapazität und Feuerkraft, wobei sich diese Eigenschaften nachträglich aufrüsten lassen. Zum ersten Mal kann man nun auch Piratentransporter kaufen und sich damit komplett auf die Freibeuterkarriere festlegen. Diese ist aber zumindest zu Beginn recht mühselig und längst nicht so profitabel wie die Karriere eines Händlers, denn ein Piratenschiff muss natürlich besonders aufgerüstet werden, um der lokalen Polizei Paroli bieten zu können.
Da man diesmal mehrere Schiffe besitzen kann, musste Egosoft einen Mechanismus einbauen, um sie auch alle benutzen zu können. Um von dem einem ihrer Schiffe in ein anderes zu wechseln, haben sie diesmal einen relativ ungeschützten Raumanzug, mit dem sie das alte Schiff tatsächlich verlassen und zum anvisierten Schiff schweben. Das verlassene Schiff verharrt dann im All an der Position, an der sie es verlassen haben. Gegen eine Menge Credits entfällt dieser heikle Akt später durch die Anschaffung eines Transporters, der diese Schifftransfers gefahrlos macht. Mit der gepatchten Version (Patch auf V1.3) können sie auch die Ausrüstungsgegenstände zwischen den Schiffen in ihrem Besitz austauschen, indem sie sie wie Frachtgut einfach abwerfen und dann erneut aufnehmen.
Verglichen mit dem Originalspiel sind auch einige Ausrüstungsgegenstände neu dazugekommen. Triebwerkstuning für höhere Geschwindigkeit, Ruderoptimierungen für erhöhte Beweglichkeit gab es bereits schon mit Patch für X-BTF. Mit einer sogenannten Steuerdüsenerweiterung gibt es nun auch die Möglichkeit zur Seitwärtsbewegung, die insbesondere zur Vermeidung gegnerischer Schüsse nützlich ist. Der bekannte Zeitverzerrungsantrieb SINZA ist diesmal standardmäßig integriert, sodass die Kaffeepausen bei den Pendelflügen zu Beginn diesmal netterweise entfallen können. Später kann man dann sogar einen Sprungantrieb erwerben, der einen komfortabel zwischen den bereits bereisten Sektoren hin- und herspringen lässt. Im Bereich Handel gibt es auch neue Ausrüstungsgegenstände, wie den sogenannten "Schnäppchenfinder", der für eine konkrete Ware den besten aktuellen Preis und den Ort der entsprechenden Station angeben kann.
Einer der Kritikpunkte an X-BTF war, dass man die Galaxiekarte per Bleistift mitzeichnen musste. Da aber das X-Universum in X-Tension nochmal deutlich größer geworden ist, hat man nun neben der zweidimensionalen Navigationskarte, die alle Stationen und Schiffe eines Sektors zeigt, zusätzlich eine Galaxiekarte zur Verfügung. Diese zeigt in einer scrollbaren Ansicht die bisher besuchten Sektoren, in die man auch hineinzoomen kann und so die entsprechenden Sektorenkarten anwählen kann. Zusätzlich kann man jetzt mittels Satelliten, die man in den Sektoren absetzten kann, alle Vorgänge in entfernten Sektoren, in Echtzeit auf der zugehörigen Sektorenkarte verfolgen. Insbesondere wenn man seine Fabriken großzügig über die Galaxis verteilt hat, kann man so eher Bedrohungen durch Piraten wahrnehmen und entsprechend reagieren.
Da X-BTF noch einen dezenten Handlungstrang hatte, wünschten sich viele Spieler kleinere zusätzliche Aufgaben neben der Haupthandlung. Diese sogenannten Microquests gab es bereits bei Elite II, wo man Personen von System A nach System B transportieren, bestimmte Waren irgendwo in der Galaxis abholen, oder einen berüchtigten Verbrecher finden und vernichten sollte - gegen entsprechende Credits versteht sich. Auch in X-Tension wurden diese zufallsgenerierten kleinen Aufgaben integriert. So wird man, wenn man sein Schiff auf Geschwindigkeit hochgerüstet hat, schon mal von einem anderen Piloten zum Wettflug herausgefordert oder soll wichtige Personen in ein bestimmtes System eskortieren usw. Ich persöhnlich lege auf solche Dinge eher wenig Wert wenn es keine Rahmenhandlung gibt, in die sich solche Nebenaufgaben irgendwie einfügen würden (wie bei Rollenspielen), aber das ist reine Geschmackssache. Zum ersten Geldverdienen sind sie ganz gut geeignet und mit der gepatchten Version (Patch auf V1.3) gibt es auch keine unerfüllbaren oder unsinnigen Aufgaben mehr.
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